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title: "Nürnberger Gespräche 2026: Zukunft gestalten, Chancen nutzen"
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description: Bei den Nürnberger Gesprächen 2026 steht die Frage im Mittelpunkt, wie Deutschland den Weg bis 2030 erfolgreich gestalten kann – trotz schwacher Konjunktur, Fachkräftemangel, demografischem Wandel und technologischer Umbrüche.
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date: 2026-05-15
modified: 2026-05-15
lastUpdated: 2026-05-15
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# Nürnberger Gespräche 2026: Zukunft gestalten, Chancen nutzen

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  14.05.2026

  Nürnberger Gespräche 2026: Zukunft gestalten, Chancen nutzen
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 - **Am 16. April 2026 fanden im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg die Nürnberger Gespräche 2026 statt.**
- **Unter dem Titel „Deutschland 2030: Zukunft gestalten, Chancen nutzen“ diskutierten Expert\*innen aus Politik, Wirtschaft und Praxis über die Zukunft des Wirtschafts- und Arbeitsstandorts Deutschland.**
- **Auch die arbeitsblog-Redaktion war vor Ort und gibt einen Einblick.**

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 Die „Nürnberger Gespräche“ greifen aktuelle Fragen des Arbeitsmarktes auf und bringen dafür regelmäßig Expert\*innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Praxis zusammen. Veranstaltet wird das Event von der Bundesagentur für Arbeit, unter Federführung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), gemeinsam mit der Stadt Nürnberg.

Auch in diesem Jahr war das Podium breit besetzt:

- Julia Bangerth stellvertretende Vorstandsvorsitzende der der DATEV
- Leonie Gebers, Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
- Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der der Bundesagentur für Arbeit
- Maximilian Hahnenkamp, Co-Founder des Tech-Start-ups Scavenger AI

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Deutschland den Weg bis 2030 erfolgreich gestalten kann – trotz schwacher Konjunktur, Fachkräftemangel, demografischem Wandel und technologischer Umbrüche. Dabei ging es darum, wie neue Jobs und starke Wirtschaftsbereiche entstehen können, wie Unternehmen produktiver und innovativer werden, welche Rolle staatliche Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur spielen und warum Bildung, Weiterbildung, Migration und Integration entscheidend für diesen Wandel sind.

**Arbeitsmarkt im Wandel**

Die Diskussion machte deutlich: Der Arbeitsmarkt verändert sich durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) spürbar. In manchen Branchen gehen Produktion und Beschäftigung zurück, gleichzeitig entstehen neue Aufgaben und Berufsbilder. Vor allem wiederholende und standardisierte Aufgaben könnten künftig durch KI stärker automatisiert werden.

Daniel Terzenbach brachte es auf den Punkt: „KI wird alle Berufe, alle Unternehmen grundlegend verändern. Das heißt aber nicht, dass ganz viele Berufe wegfallen – sie werden nur anders.“

Diese Einschätzung teilte auch Maximilian Hahnenkamp. Er betonte, dass der Einsatz von KI keine bloße Option mehr sei, sondern eine rationale Notwendigkeit, um in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld bestehen zu können. Für ihn ist die Technologie vor allem ein Werkzeug, um komplexe Datenmengen beherrschbar zu machen und so Freiräume für strategische Entscheidungen zu schaffen.

Gefragt bleiben dagegen Fähigkeiten, die Menschen besonders gut einbringen können: Kommunikation, Verantwortungsbewusstsein, Kreativität, praktisches Problemlösen und soziale Kompetenz.

Doch wie können sich die Menschen darauf einstellen? Dranbleiben wird für Beschäftigte immer wichtiger. Neben Weiterbildung entscheiden vor allem Anpassungsfähigkeit und Offenheit für neue Aufgaben darüber, wie gut sie mit dem Wandel Schritt halten können.

**Der demografische Faktor als Bremse und Treiber**

Eine der größten Hürden für die Transformation bis 2030 ist die demografische Entwicklung in Deutschland. Eine alternde Gesellschaft neigt tendenziell zu weniger Veränderungsbereitschaft, während gleichzeitig die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte sinkt. Um den Wohlstand zu sichern, müssen Unternehmen und Gesellschaft daher Wege finden, die vorhandenen Potenziale besser zu nutzen und durch technologische Innovationen – wie KI – Effizienzsprünge zu machen. Hierbei ist es entscheidend, nicht nur die jungen Talente im Blick zu haben, sondern die gesamte Belegschaft durch den Wandel zu führen.

In der Diskussion wurde deutlich, dass der demografische Wandel Unternehmen dazu zwingt, Wissenstransfer und Weiterbildung völlig neu zu denken. Es reicht nicht mehr aus, auf neue Absolventen zu warten; die bestehende Belegschaft muss das Rückgrat der Transformation bilden.

Julia Bangerth unterstrich auf dem Podium, dass dieser Prozess vor allem eine Frage der Unternehmenskultur und der emotionalen Mitnahme ist. Sie betonte, dass der Erfolg der Transformation davon abhängt, ob es gelingt, bei den Mitarbeitenden zu schulen und weiterzubilden, besonders beim Thema KI.

**Gute Vorbereitung ist das A und O**

Berufseinsteiger\*innen brauchen heute mehr denn je Orientierung beim Start in den Arbeitsmarkt. Berufsorientierung, Praktika und realistische Einblicke in verschiedene Branchen können dabei helfen, passende Wege zu entdecken. Gerade für junge Menschen ist es wichtig, unterschiedliche berufliche Möglichkeiten kennenzulernen und den Mut zu haben, verschiedene Wege auszuprobieren. Denn nicht jeder berufliche Weg muss geradlinig verlaufen. Auch Quereinstiege und spätere Neuorientierungen werden in einer sich wandelnden Arbeitswelt immer wichtiger.

Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Aufgabe, schneller auf Veränderungen zu reagieren und ihre Beschäftigten aktiv mitzunehmen. Wer Fachkräfte halten und gewinnen will, muss Entwicklungsmöglichkeiten bieten, Weiterbildung fördern und offen für neue Arbeitsmodelle sein.

Leonie Gebers betonte auf dem Podium, dass diese aktive Teilhabe der Schlüssel zum Erfolg ist: „Der Wandel gelingt nur, wenn die Menschen ihn aktiv mittragen und gestalten.“

Auch für die Zeitarbeit ergeben sich daraus Chancen. Sie kann Brücken in Beschäftigung bauen, Orientierung geben und Unternehmen dabei unterstützen, flexibel auf Veränderungen zu reagieren. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit bleibt Flexibilität ein wichtiger Faktor – für Betriebe ebenso wie für Beschäftigte.

**Fazit**

Trotz aller Herausforderungen wurde bei den Nürnberger Gesprächen 2026 deutlich: Deutschland hat weiterhin gute Voraussetzungen. Es gibt starke Unternehmen, gut ausgebildete Fachkräfte und viele Ideen für die Zukunft. Damit daraus neue Dynamik entsteht, braucht es jedoch mehr Tempo, mehr Anpassungsfähigkeit und mehr Zuversicht.

Bis 2030 ist es nicht mehr weit. Umso wichtiger ist es, jetzt die richtigen Weichen zu stellen und die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland zurück zu gewinnen.

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