Fachkräftemangel als Chance begreifen

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  • Marc Linkert nimmt die aktuelle Engpassanalyse der BA zum Anlass, um an Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen zu appellieren: „Kommt ins Tun – und nutzt die Besetzungsschwierigkeiten für Euch!“
     
  • Generell beobachtet der Vertriebsleiter von LANDWEHR, dass die Zeitarbeit immer weiter an Akzeptanz gewinnt. Die Branche hat sich bei der Vermittlung von Fachkräften in Deutschland bewährt
     
  • Mit Blick auf den bevorstehenden Brexit prognostiziert Linkert, dass sich der Anteil an ausländischen Zeitarbeitskräften hierzulande erhöhen wird – eine weitere große Chance für die Branche

Der Personalmangel nimmt immer weiter zu: Mit der aktuellen Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit (BA) wird wieder deutlich, dass sich die Fachkräftesituation in unserem Land verschärft und händeringend nach Arbeitnehmern Ausschau gehalten werden muss. Die Zeitarbeitsbranche ist daher gefragter denn je, qualifizierte Beschäftigte in deutsche Unternehmen zu bringen und damit den Unternehmenserfolg zu wahren. Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen können diese Besetzungsschwierigkeiten jetzt für sich nutzen.

Obwohl keine genauen Kennzahlen des Engpasses vorliegen, wird durch die Analyse sichtbar, dass es nicht nur in den bereits bekannten Berufsfeldern – Gesundheit, Pflege und IT – einen großen Personalmangel gibt. Auch in weiteren Branchen wie dem Bau- und Handwerksgewerbe fehlt es an qualifizierten Arbeitnehmern. Dadurch potenzieren sich die Vermittlungsmöglichkeiten enorm: Eine optimale Möglichkeit für Personal- und Zeitarbeitsdienstleister, ihre Vertriebskanäle noch weiter zu aktivieren! Mein Ratschlag lautet: „Ins Tun kommen!“ Das machen auch schon viele unserer LANDWEHR L1 Kunden, die die aktuelle Situation für sich erkannt haben und erfolgreich damit fahren. Sie berichten, dass der Bedarf an Fachpersonal weiter steigt, obwohl sich die Wirtschaftlichkeit ihrer Kunden durch Auftragsrückgänge derzeit verschlechtert.

Marc Linkert über die Auswirkungen des Brexit:
Ich vermute, dass sich durch den Brexit viele Zeitarbeitnehmer von der Insel abwenden und verstärkt auf den Markt des europäischen Festlandes konzentrieren werden.

Akzeptanz der Branche nimmt stetig zu
In Gesprächen mit unseren Kunden, ganz gleich ob diese erst seit Kurzem auf dem Personaldienstleistungsmarkt vertreten oder „alte Hasen“ in ihrem Geschäft sind, stelle auch ich immer häufiger fest, dass die Zeitarbeit mehr Akzeptanz erfährt. Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen haben sich mittlerweile bei der Vermittlung von Fachkräften in Deutschland bewährt. Das wird zum Beispiel durch die aktuelle Statistik der Bundesagentur für Arbeit deutlich: Im Juni 2018 nahmen 11.700 Zeitarbeitsunternehmen mit dem Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung aktiv am Markt teil. Das sind 2,0 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Deutschlandweit waren 1,04 Millionen Menschen in der Zeitarbeit beschäftigt. Damit stieg die Zahl um 25.000 oder 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch die Zeitarbeitnehmer selbst sind langfristig zufrieden mit ihrer Beschäftigung, z. B. in der Pflege.

Besonders für Flüchtlinge bieten sich mit der Zeitarbeit gute Einstiegsmöglichkeiten. Da diese oftmals keine anerkannte Berufsausbildung vorweisen und sich eine direkte Beschäftigung als schwierig gestaltet, können sie durch Hilfsarbeiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß fassen. So besitzt fast jeder dritte Zeitarbeitnehmer (32 Prozent) einen ausländischen Pass.

Brexit birgt Potenzial, das es zu nutzen gilt
Im Vereinigten Königreich herrschen für die Zeitarbeit bereits jetzt komplizierte rechtliche Rahmenbedingungen. Daher vermute ich, dass sich durch den Brexit viele Zeitarbeitnehmer von der Insel abwenden und verstärkt auf den Markt des europäischen Festlandes konzentrieren werden. Meine Prognose: Der Anteil an ausländischen Zeitarbeitskräften wird sich auch bei uns in den kommenden Jahren weiter erhöhen – hier bildet sich ein großes Potenzial, das genutzt werden will.

Fazit

In meinen Augen gewinnt die Zeitarbeit immer mehr an Akzeptanz und hat sich inzwischen zu einer festen Größe auf dem deutschen Arbeitsmarkt etabliert. Der anhaltende Fachkräftemangel liefert große Chancen. Daher ist es gerade jetzt von zentraler Bedeutung für Personaldienstleister und Zeitarbeitsunternehmen, die Vertriebstätigkeit in der Zeitarbeit effektiv, strukturiert und zielorientiert auszubauen und sich nicht zurückzulehnen.


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Marc Linkert ist geschäftsführender Gesellschafter bei LANDWEHR und mit über 20 Jahren Erfahrung ausgewiesener Experte im Vertrieb. Im Bereich der Personaldienstleistung bietet LANDWEHR mit LANDWEHR L1 eine Software, mit der sich alle kaufmännischen und administrativen Prozesse im Unternehmen effektiv steuern lassen.

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1 Kommentare
  • verstanden
    verstanden
    at 26.07.2019
    Also ich soll jetzt für noch weniger (50%) noch mehr leisten und noch mehr Steuern zahlen, wovon dann Leute in unser Land geholt werden wenn man die im Haus hat die Wohnung unbewohnbar wird und man sich dann in der Arbeit von der Erholung zu Hause erholen muss. Natürlich akzeptiere ich das und klatsch ganz groß Beifall ihr Spinner. Kwk.

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