Branchenvielfalt erhöht die strukturelle Widerstandsfähigkeit
21. Mai 2026 | IAB
Der Strukturwandel verläuft regional unterschiedlich. Eine neue IAB-Analyse zeigt, warum vielfältige Wirtschaftsstrukturen helfen können, Veränderungen am Arbeitsmarkt besser abzufedern.
Der aktuelle Strukturwandel verschiebt Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland weiter vom primären und sekundären hin zum tertiären Sektor. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat der Dienstleistungssektor 2024 bereits einen Beschäftigtenanteil von 71,8 Prozent erreicht, während der sekundäre (industrielle) Sektor gegenüber 1993 deutlich an Bedeutung verloren hat. Regionen mit einer breiteren Branchenstruktur sind widerstandsfähiger, weil sie negative Entwicklungen in einzelnen Branchen eher ausgleichen können. Viele Regionen haben sich zwischen 1993 und 2024 stärker diversifiziert. Einzelne, vor allem industrielle Standorte bleiben jedoch stark spezialisiert, etwa im Energie-, Automobil- oder Chemiesektor. Für die Regionalpolitik folgt daraus, Diversifikation zu fördern und zugleich spezialisierte Regionen bei Transformation und Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen.