Die zCom 2026: Was bleibt, wenn der Tag vorbei ist
- Auf der zCom 2026 diskutierten über 230 Branchenexperten über die Ergebnisse des neuen Industry Pulse 2026.
- Zentrale Erkenntnis: Während 52 Prozent der Personaldienstleister Automatisierung als geschäftskritisch einstufen, haben bisher nur 4 Prozent diese konsequent umgesetzt.
- Im aktuellen Blogbeitrag erfahren Sie, warum Software künftig zum „Mitgestalter“ im Unternehmen wird und wie intelligente Agenten den Branchenalltag entlasten können.
Am 22. April wurde der Deutsche Bank Park in Frankfurt zum Spielfeld für die zCom 2026 – das Jahresevent von zvoove. Was oberflächlich nach einer klassischen Branchenveranstaltung klingt, ging inhaltlich direkt dorthin, wo es im Alltag hakt.
Die Basis für Diskussionen lieferte der frisch veröffentlichte Industry Pulse 2026, den zvoove gemeinsam mit dem Gesamtverband der Personaldienstleister (GVP) herausgegeben hat. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Über die Hälfte der befragten Personaldienstleiter (52 Prozent) hält Automatisierung für überlebenswichtig, doch die reale Umsetzungsquote liegt bei mageren 4 Prozent.
Jens Issel, Leiter Marketing & Mitgliederinteraktion beim GVP, brachte die Dringlichkeit auf den Punkt: „Wer heute abwartet, entscheidet sich trotzdem – nur gegen Veränderung.“ Es sind Sätze wie diese, die den Kern der Veranstaltung trafen: Die Branche kämpft mit zu vielen Anfragen bei gleichzeitigem Kandidatenmangel und Systemen, die im Alltag nicht ineinandergreifen.
Scheitern an der Umsetzung, nicht an der Strategie
Warum klafft diese Lücke so weit auseinander? Marco Lauerwald, Head of Growth Marketing bei zvoove, analysierte in der Abschluss-Session des KI-Campus: „Wenn man ehrlich ist, scheitert es im Alltag oft nicht an der Strategie, sondern an der Umsetzung.“ Diese Erkenntnis traf einen Nerv. Nicht, weil es eine neue Erkenntnis wäre, sondern weil sie ausgesprochen wurde – auf einer Bühne, vor einem Publikum, das genau dieses Problem aus dem Alltag kennt.
Corinna Hammerstingl, VP Product DACH bei zvoove, schloss in ihrer Session daran an: „Wenn operative Last wegfällt, entsteht Raum für Gespräche, für strategische Fragen und für nachhaltige Unternehmensentwicklung.“ Das eigentliche Versprechen des Tages war es, Raum für diese Gespräche zu schaffen – und genau dies wurde auch erreicht.
Software als Mitgestalter: Das Ende der reinen Datenbank
Ein Paradigmenwechsel zeichnet sich ab. KI wurde auf der zCom nicht als simples Schlagwort, sondern als Werkzeug für das Tagesgeschäft präsentiert. Markus Budde, CEO von zvoove Staffing DACH, formulierte eine Vision für die Zukunft: „Software wird zukünftig ein mitgestaltendes Element sein – und nicht nur eine Datenbank, mit der man arbeitet.“
Was das konkret bedeutet, zeigt das Praxisbeispiel der Dokumentenverwaltung:
- Automatisierung: Intelligente Agenten wie zvoove Documents übernehmen die Klassifizierung und Archivierung von Dokumenten.
- Proaktivität: Das System meldet selbstständig fehlende oder ablaufende Unterlagen.
- Effizienz: Dank Volltextsuche sind Dokumente in Sekunden auffindbar.
- Folge: Nutzer*innen gewinnen nicht nur wertvolle Zeit, sondern vermeiden auch Fehler bei manuellen Prozessen.
So wandelt sich die Software vom passiven Werkzeug zum aktiven Teammitglied, das die Rechtssicherheit erhöht und den Zeitaufwand massiv senkt.
Software wird zukünftig ein mitgestaltendes Element sein – und nicht nur eine Datenbank, mit der man arbeitet.
Fazit: Was von diesem Tag bleibt
Die zCom 2026 hat gezeigt, dass Innovation vor allem durch Austausch entsteht. Während Jens Issel den Tag mit den Worten „Austausch, Miteinander, Inspiration“ zusammenfasste, wählte Markus Budde „Innovation, Netzwerk, Partnerschaft“.
Beide Perspektiven unterstreichen: Die wichtigsten Impulse entstehen oft abseits der Bühne – dort, wo klar wird, dass Herausforderungen keine Einzelfälle sind, sondern gemeinsam gelöst werden können.