22.06.2026

Hitze wird zum Arbeitsschutzthema

22. Juni 2026 | Leadersnet

Temperaturen von bis zu 40 Grad machen Arbeit für viele Beschäftigte zur Belastungsprobe. Unternehmen sollten Hitze stärker als betriebliches Risiko einplanen.

Die aktuelle Hitzewelle zeigt, wie stark extreme Temperaturen den Arbeitsalltag beeinflussen können. Besonders betroffen sind Baustellen, Lager, Produktionshallen, Logistik, Pflege, Außendienst und Büros ohne ausreichenden Sonnenschutz oder Kühlung. Hitze beeinträchtigt die Konzentration und Leistungsfähigkeit, erhöht Gesundheitsrisiken und erschwert Arbeitsabläufe. Ein generelles Recht auf Hitzefrei gibt es in Deutschland nicht. Arbeitgeber müssen aber Gefährdungen für Sicherheit und Gesundheit vermeiden und geeignete Schutzmaßnahmen treffen. Orientierung geben unter anderem die Technischen Regeln für Arbeitsstätten: Ab 26 Grad werden Maßnahmen empfohlen, ab 30 Grad sollten zusätzliche Schutzmaßnahmen geprüft werden, ab 35 Grad können Räume ohne weitere Vorkehrungen ungeeignet sein. Sinnvolle Maßnahmen reichen von Sonnenschutz und der Bereitstellung von Getränken über flexible Arbeitszeiten bis hin zu zusätzlichen Pausen. Hitzeschutz wird damit zunehmend zur Managementaufgabe. Dabei geht es nicht nur um die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, sondern auch um Produktivität, Gesundheit und Arbeitgeberattraktivität. Unternehmen, die rechtzeitig auf geeignete Schutz- und Anpassungsmaßnahmen setzen, können Ausfallzeiten reduzieren und ihre Belegschaft besser durch extreme Wetterlagen führen.

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