KI verändert 1,6 Millionen Jobs
19. August 2026 | Frankfurter Rundschau
Künstliche Intelligenz könnte den deutschen Arbeitsmarkt grundlegend verändern, ohne dabei massenhaft Stellen zu streichen. Für bestimmte Beschäftigtengruppen wächst der Druck dennoch.
Rund 1,6 Millionen Arbeitsplätze könnten sich in Deutschland innerhalb der kommenden 15 Jahre durch einen verstärkten Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Szenarioanalyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Bundesinstituts für Berufsbildung und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung. Dabei dürften sich wegfallende und neu entstehende Stellen weitgehend ausgleichen. Verschieben könnte sich allerdings die Nachfrage: Während Fachkräfte mit Kenntnissen in IT, Datenanalyse und KI stärker gefragt sein dürften, geraten standardisierte Tätigkeiten zunehmend unter Druck. Besonders für Berufseinsteiger*innen könnte das den Einstieg in den Arbeitsmarkt erschweren. Auch Entwicklungen in anderen Ländern zeigen, dass KI neue Beschäftigung schaffen kann, die Chancen jedoch nicht gleichmäßig über Branchen und Qualifikationsgruppen verteilt sind.