21.05.2026

Längeres Kurzarbeitergeld bremst Jobwechsel

21. Mai 2026 | ifo Institut

Das ifo Institut sieht im langen Bezug von Kurzarbeitergeld ein Hindernis für mehr Bewegung am Arbeitsmarkt. Kürzere Bezugszeiten könnten helfen, Arbeitskräfte schneller in wachsende Branchen zu bringen.

Forscher des ifo Instituts sprechen sich dafür aus, die maximale Bezugsdauer des Kurzarbeitergelds zu verkürzen. Aus ihrer Sicht verschärft die aktuelle Regelung den Arbeitskräftemangel, weil sie Beschäftigte länger in schrumpfenden Branchen hält und einen Jobwechsel weniger attraktiv macht. Derzeit können Arbeitnehmende bis zu 24 Monate Kurzarbeitergeld erhalten. Bis 2019 waren es zwölf Monate, früher teilweise nur sechs Monate. Das ifo Institut bewertet die Leistung in der jetzigen Form als temporäre Lohnsubvention für Unternehmen und als Hemmnis für Flexibilität am Arbeitsmarkt. Um Übergänge in wachsende Branchen zu erleichtern, empfehlen die Forscher gezielte Umschulungen und Weiterbildungen. Denkbar seien höhere Leistungen für Menschen, die während Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit an Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen oder den Arbeitsplatz wechseln.

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