Männer nutzen häufiger persönliche Kontakte bei der Jobsuche
18. Mai 2026 | IAB
Persönliche Kontakte spielen bei der Jobsuche sowohl für Frauen als auch für Männer eine wichtige Rolle. Eine Studie zeigt jedoch, dass Frauen deutlich seltener als Männer einem Arbeitgeber vorgestellt oder empfohlen werden.
Grundlage der Befragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind Daten aus dem Panel „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ (PASS) Befragt wurden Personen, die in den vier Wochen zuvor nach einer neuen Stelle gesucht hatten. Der Anteil derjenigen, die sich im persönlichen Umfeld über mögliche Stellen informierten, unterscheidet sich kaum beim Blick auf die Geschlechter: 59 Prozent der Frauen und 55 Prozent der Männer nutzten diesen Weg. Deutlicher sind die Unterschiede bei der Häufigkeit. 23 Prozent der Männer fragten mehrmals wöchentlich bei Verwandten oder Bekannten nach möglichen Stellen, bei den Frauen waren es lediglich 15 Prozent. Zudem werden Frauen seltener potenziellen Arbeitgebern vorgestellt oder empfohlen. Laut IAB könnten solche Unterschiede bestehende Ungleichheiten am Arbeitsmarkt verstärken. Zugleich betont das Institut, dass die Studie keine Aussage darüber erlaubt, ob Netzwerke die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern tatsächlich vergrößern.