Mercedes will Tausende Zeitarbeitskräfte abbauen
23. Oktober 2026 | Stuttgarter Nachrichten
Mercedes-Benz verschärft seinen Sparkurs. Während die Stammbelegschaft vorerst geschützt bleibt, soll die Zahl der Zeitarbeitskräfte in Deutschland deutlich reduziert werden.
Im Zuge seines Sparprogramms plant Mercedes-Benz laut einem Bericht des Handelsblatts, die Zahl der Zeitarbeitskräfte in Deutschland um mehrere Tausende zu senken. Allein in den Werken Sindelfingen, Bremen und Rastatt sind derzeit rund 3.000 Zeitarbeitskräfte beschäftigt. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte die konkreten Pläne nicht, betonte jedoch, dass Zeitarbeitnehmer*innen die Stammbelegschaft ergänzten und nicht ersetzten. Hintergrund ist eine verschärfte Sparpolitik des Autobauers, der mit einer sogenannten Produktivitätsoffensive jährlich rund 800 Millionen Euro in Deutschland einsparen will. Unter anderem schlägt der Vorstand längere Arbeitszeiten bei gleichbleibender Vergütung vor, wogegen sich Betriebsrat und IG Metall wehren. Zudem soll im Dezember ein neues Abfindungsprogramm starten. Ein Abbau der Stammbelegschaft ist derzeit nicht vorgesehen, für sie gilt eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2034. Für Zeitarbeitskräfte besteht diese Sicherheit hingegen nicht. Sie sind bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten häufig als Erste von Personalreduzierungen betroffen.