Migrant*innen in vielen Berufen unverzichtbar
28. September 2026 | Destatis
Jede*r vierte Beschäftigte in Deutschland hat mittlerweile Wurzeln im Ausland. Neue Daten zeigen, welche Branchen ohne Zuwanderung nicht mehr funktionieren würden.
Im Jahr 2025 besaßen 27 Prozent aller abhängig Beschäftigten in Deutschland eine Einwanderungsgeschichte, wie das Statistische Bundesamt auf Basis von Mikrozensus-Daten meldet. Besonders in von der Bundesagentur für Arbeit definierten Engpassberufen liegen die Quoten weit über dem Schnitt: Bei Köch*innen (56 Prozent), in der Lebensmittelherstellung (55 Prozent) sowie in der Alten- und Krankenpflege (33 Prozent) sind Zugewanderte überdurchschnittlich vertreten. Stark unterrepräsentiert bleiben Menschen mit Migrationshintergrund hingegen im Polizeivollzugsdienst (8 Prozent), der öffentlichen Verwaltung (9 Prozent) oder im Lehramt (9 bis 10 Prozent). Die Arbeitsmarktintegration variiert stark nach Herkunftsregion und Aufenthaltsdauer: Während männliche EU-Zuwanderer bereits weniger als fünf Jahre nach der Einwanderung eine Erwerbstätigenquote von 89 Prozent aufweisen, liegt diese bei Männern aus dem Nahen und Mittleren Osten bei 57 Prozent. Nach 20 bis 25 Jahren Aufenthaltsdauer zieht die Quote der Geflüchteten und Zuwanderer aus dem Nahen Osten mit 87 Prozent jedoch nahezu gleich mit dem Gesamtschnitt der Bevölkerung (88 Prozent).