25.09.2026

Stellenabbau gestoppt: Ist der Job-Schock am Arbeitsmarkt vorbei?

25. September 2026 | Handelsblatt

Laut einer aktuellen Studie endet der Stellenabbau in Deutschland vorerst. Doch trotz besserer Konjunkturprognosen bleibt die Einstellungsbereitschaft gering.

Nach Daten des neuen ifo-Beschäftigungsbarometers für September 2026 hat sich der Stellenabbau in Deutschland vorerst eingependelt. Grund dafür: Die Verluste in der Industrie flachen ab und der Dienstleistungssektor verzeichnet erstmals wieder leichte Zuwächse. Trotz verbesserter Konjunkturprognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute bleibt die Einstellungsbereitschaft in den Unternehmen vorerst zurückhaltend. Zeitgleich prognostiziert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erstmals seit der Finanzkrise 2009 einen Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung um 70.000 Personen im Jahr 2026, was primär auf das schrumpfende Erwerbspersonenpotenzial durch die Alterung der Gesellschaft zurückgeht. Während die Industrie in diesem Jahr netto schätzungsweise 160.000 Stellen einbüßt, fangen vor allem der öffentliche Dienst, das Erziehungswesen und die Pflegebranche die Verluste auf. Ein weiterer Treiber der gemeldeten Arbeitslosigkeit sind zudem die seit Juli 2026 verschärften Zumutbarkeitsregeln in der Grundsicherung für Eltern mit Kleinkindern.

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