08.04.2026

Trumps Zoll-Zick-Zack: 4,7 Millionen Beschäftigte in Deutschland betroffen

8. April 2026 | IAB

Die seit Anfang 2025 verschärfte US-Zollpolitik unter Präsident Trump zeigt spürbare Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt. Eine Branche leidet besonders unter den protektionistischen Maßnahmen.

Eine aktuelle Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt das Ausmaß der Zollpolitik der USA: Sechs Prozent der deutschen Betriebe sprechen von überwiegend negativen Folgen. In diesen Unternehmen sind rund 4,7 Millionen Menschen beschäftigt. Besonders betroffen sind das verarbeitende Gewerbe (18 Prozent) und der Automobilhandel (17 Prozent). Viele Unternehmen spüren die Konsequenzen indirekt: 78 Prozent der negativ beeinträchtigten Betriebe exportieren nicht selbst in die USA, sondern sind als Zulieferer von exportierenden Firmen tätig. Trotz der massiven Zollerhöhungen auf Stahl, Aluminium und Automobile ist ein direkter Kahlschlag am Arbeitsmarkt aber bislang ausgeblieben; die Zahl der offenen Stellen sank in den betroffenen Betrieben weniger stark als im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. 

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