17.07.2025

Verdienstlücke über Generationen – Zugewanderte bleiben oft außen vor

17. Juli 2025 | ZDF

Eine neue internationale Studie zeigt: In Deutschland verdienen Zugewanderte deutlich weniger als Einheimische, auch noch in der zweiten Generation. Der Hauptgrund ist der schlechtere Zugang zu gut bezahlten Jobs.

Zugewanderte in Deutschland verdienen im Schnitt 19,6 Prozent weniger als Einheimische – vor allem, weil sie seltener Zugang zu besser bezahlten Branchen und Berufen haben. Das zeigt eine internationale Studie im Auftrag der Fachzeitschrift „Nature“ unter Beteiligung von Forscher*innen des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Auch in der zweiten Generation besteht in Deutschland demnach ein deutlicher Verdienstunterschied: durchschnittlich 7,7 Prozent. Im internationalen Vergleich fällt Deutschland damit negativ auf. Länder wie Kanada oder Schweden schließen die Lohnlücke deutlich schneller. Besonders stark betroffen sind Nachkommen von Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten. Um die Benachteiligung abzubauen, fordern die Forschenden bessere Sprachförderung, Anerkennung ausländischer Abschlüsse und gezielte Unterstützung beim Berufseinstieg.

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