Verkehrsbranche sucht Zehntausende neue Fahrer*innen
06. Juli 2026 | Stern
Der öffentliche Verkehr steht vor einer großen Nachbesetzungswelle. Zwar können viele Unternehmen den akuten Personalbedarf mithilfe von Quereinsteigern decken. Der demografische Druck bleibt aber hoch.
Laut dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) gehen bis 2030 jährlich rund 6.000 Fahrer*innen in den Ruhestand. Insgesamt werden bundesweit Zehntausende neue Kräfte für Busse, Straßen- und Stadtbahnen sowie den regionalen Bahnverkehr gesucht. Besonders deutlich zeigt sich das Problem bei Bus und Straßenbahn: 40 Prozent der Fahrer*innen sind mindestens 55 Jahre alt. Damit der ÖPNV seine Wachstumsziele überhaupt erreichen kann, braucht die Branche bis 2030 rund ein Fünftel mehr Personal im Fahrdienst als heute. Um diese Lücke zu schließen, setzt die Verkehrswirtschaft neben Programmen für Quereinsteiger*innen, besseren Arbeitsbedingungen und flexibleren Modellen langfristig auch auf autonome Fahrzeuge.