14.01.2026

Wird der Mindestlohn nochmal angehoben?

14. Januar 2026 | Deutscher Bundestag

Im Bundestag wird aktuell erneut über eine Erhöhung des Mindestlohns diskutiert – im Fokus stehen 15 Euro pro Stunde und eine gesetzlich verankerte Untergrenze von 60 Prozent des Bruttomedianlohns. Doch die Pläne von Grünen und der Linken stoßen auf deutlichen Widerstand aus Wirtschaft und Wissenschaft.

In einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Arbeit und Soziales äußerten sich unter anderem die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und Arbeitsrechtler Prof. Gregor Thüsing kritisch. Sie warnen vor einer politischen Einflussnahme auf die Lohnfindung und einem Eingriff in die Tarifautonomie, da der Mindestlohn vor allem als Lohnuntergrenze und nicht als sozialpolitisches Steuerungsinstrument dient. Außerdem wurden mögliche Nebenwirkungen genannt, etwa dass Mindestlohnjobs attraktiver wirken könnten als eine Ausbildung. Befürworter*innen wie etwa Vertreter*innen der Hans-Böckler-Stiftung und Wissenschaftler*innen verweisen dagegen auf mehr Rechtsklarheit und eine stärkere Orientierung an EU-Vorgaben. Eine endgültige Entscheidung über eine gesetzliche Änderung steht derzeit noch aus.

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