17.09.2026

Zeitarbeit spürt Personalabbau besonders früh

17. September 2026 | Personalwirtschaft

Der deutsche Zeitarbeitsmarkt ist 2025 zum dritten Mal in Folge geschrumpft. GVP-Vizepräsidentin Ingrid Hofmann erklärt die Gründe dafür.

Das Marktvolumen der Zeitarbeit ist 2025 auf 30,6 Milliarden Euro gesunken, wie Zahlen einer Lünendonk-Studie zeigen. Zudem verzeichneten 67 Prozent der 85 befragten Personaldienstleister Umsatzrückgänge, wobei die anhaltende Konjunkturschwäche am häufigsten als Grund genannt wurde. GVP-Vizepräsidentin Ingrid Hofmann verweist zugleich auf die besondere Rolle der Zeitarbeit bei Personalabbau: Unternehmen können die Kosten für Zeitarbeitskräfte aufgrund kürzerer Rückmeldefristen schneller reduzieren als bei der Stammbelegschaft. Gleichzeitig müssen Zeitarbeitsunternehmen besonders flexibel sein, gerade dann, wenn die Wirtschaft wieder hochfährt. Denn laut Hofmann merken manche Unternehmen nach dem Abbau, dass sie die anfallende Arbeit nicht mit dem vorhandenen Personal schaffen. Das führe dann kurzfristig zu neuen Aufträgen.

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