Bewerber, die sich selbst zum Vorstellungsgespräch einladen

#17
praxis_digital
Online-Kalender
  • Unique Personal geht im Kampf um Kandidaten neue Wege und schafft einen niedrigschwelligen Einstieg in seinen Bewerbungsprozess
  • Der Personaldienstleister schaltet seine Stellenanzeigen über die Recruiting-Software PERSY, in der seit kurzem das Online-Terminbuchungs-Tool TIMIFY integriert ist
  • Kandidaten, die online auf eine Stellenanzeige des Personaldienstleisters stoßen, können bei Interesse direkt ein Bewerbungsgespräch zum Wunschtermin vereinbaren
  • Das Terminbuchungs-Tool macht vor allem dann Sinn, wenn Personal für ungelernte Tätigkeiten gesucht wird, bei denen Qualifikationen eine untergeordnete Rolle spielen

Angesichts der Quasi-Vollbeschäftigung in Deutschland wird das Rennen um potenzielle Bewerber immer enger, die Bandagen werden härter. Der Arbeitnehmer wird vom Bewerber zum Umworbenen. Mittlerweile buhlen immer häufiger die Unternehmen um freie Kräfte – so auch in der Zeitarbeit.

Im Kampf um die Fachkräfte werden dabei verschiedene Strategien angewandt, wie eine Studie des internationalen Personaldienstleisters Randstad zeigt. 83 Prozent der befragten Unternehmen aus der deutschen Industrie wollen „attraktivere Gehälter“ zahlen. 75 Prozent sehen in der Ausbildung junger Talente die Zukunft. Immerhin 72 Prozent halten die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen für den Schlüssel zum Erfolg. Auffällig dabei: In den Top-Five der Antworten kommt das Thema „Bewerbungshürden senken“ nicht vor. Doch gerade in diesem Bereich gibt es durchaus noch Luft nach oben.

Die Stellenanzeige 3.0
Unique Personal, eine Tochter der USG people Deutschland, hat das erkannt – und in seinem Recruitingprozess eine dieser Hürden aus dem Weg geräumt: Bewerber, die online auf eine Stellenanzeige des Personaldienstleisters stoßen, können bei Interesse direkt ein Bewerbungsgespräch vereinbaren. Einfach per Mausklick und ohne vorherige Prüfung eines Unique-Sachbearbeiters.

TIMIFY-CEO Andreas Knürr blickt in die Zukunft:
„Vor einigen Jahren war es neu, Bewerberbuttons und Online-Formulare einzuführen. Genauso selbstverständlich wird bald die Terminbuchung sein.“

Möglich macht das ein Tool namens TIMIFY, das seit wenigen Wochen in PERSY, der Recruiting-Software von GermanPersonnel, über die Unique seine Stellenanzeigen schaltet, integriert ist. Neben dem Bewerbungsbutton ist ein Termin-Buchen-Button zu sehen, der jederzeit und überall den „will haben“-Moment bedient, erklärt Philipp Geyer, Personalleiter und kaufmännischer Geschäftsführer bei USG people Deutschland. Sieht ein potenzieller Bewerber eine Stelle, die ihm gefällt, muss er nicht mehr auf die Rückmeldung eines Sachbearbeiters warten – und kann sich sogar seinen Wunschtermin aussuchen. Philipp Geyer weiter: „Mit TIMIFY haben wir die Stellenanzeige 3.0 realisiert: Bewerbungstermine einfach direkt in der Stellenanzeige buchen. Dabei werden vollintegriert in Echtzeit die verfügbaren Zeiten der jeweiligen Ansprechpartner pro Stellenanzeige angezeigt und Termine sind sofort buchbar.“

TIMIFY-CEO Andreas Knürr sieht in seiner Lösung weit mehr als nur eine nette Spielerei. Aus seiner Sicht wurde mit der Terminvereinbarung in der Stellenanzeige ein neuer Standard gesetzt. „Vor einigen Jahren war es neu, Bewerberbuttons und Online-Formulare einzuführen. Genauso selbstverständlich wird bald die Terminbuchung sein“, prognostiziert er.

Streuverlust in der Online-Werbung senken
Auch für Philipp Geyer ist die Entwicklung ein Schritt in die richtige Richtung: „Online-Interessenten, die überzeugt und bereit sind, in Kontakt zu treten, warten nicht bis zu den nächsten Öffnungszeiten – und machen sich dafür auch keine Wiedervorlage im Kalender. Diese Lücke schließen wir mit TIMIFY. Der Streuverlust in der Online-Werbung wird gesenkt und eine Brücke von der Online-Welt in unsere Filialen gebaut.“

Weitere positive Nebeneffekte: Im Schnitt stieg die Terminvereinbarung seit Einführung des Tools um 15 bis 20 Prozent. Die von Bewerbern selbstgewählten Zeiten wurden besser eingehalten. Eine Ursache dafür ist, dass TIMIFY sie in regelmäßigen Abständen an den Gesprächstermin erinnert und so die Conversionrate erhöht.

Für die Macher von TIMIFY ist das USG-Feedback Wasser auf die Software-Mühlen. Andreas Knürr: „Da nach wie vor große Nachfrage an Automatisierung und Vereinfachung der Bewerbungsprozesse herrscht, sehen wir eine große Chance und Potenzial für TIMIFY, langfristig einen nachhaltigen Mehrwert für Personaler und Personaldienstleister bieten zu können. Erfolgreiche Rekrutierung versteht den Bewerber als Kunden. Da ist es nur konsequent, dem Kunden auch entsprechenden Service zu bieten. Die Terminvereinbarung steht am Anfang des Prozesses und bekommt damit die Strahlkraft des berühmten ersten Eindrucks, den man auf die Kunden macht.“

Fazit

Die Kombination aus PERSY und TIMIFY ist für Personaldienstleister eine spannende Möglichkeit, die Bewerbungshürden zu senken. Das automatisierte Terminbuchungs-Tool macht vor allem dann Sinn, wenn Personal für ungelernte Tätigkeiten gesucht wird, bei denen Qualifikationen keine übergeordnete Rolle spielen. Denn: Kontrollieren, ob der Bewerber wirklich für den Job geeignet ist, kann TIMIFY (noch) nicht.


Ihnen hat der Beitrag gefallen? Wir haben mehr davon :-) ! Abonnieren Sie unseren Newsletter - und Sie erfahren regelmäßig, was auf dem arbeitsblog und rund um die Personaldienstleistungsbranche passiert.
 

0 Kommentare

Neuer Kommentar