Wie bewertet Edgar Schröder den Zusammenschluss von LANDWEHR und prosoft?

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Unterschrift
  • Genau wie viele andere Akteure aus der Zeitarbeitsbranche wurde auch Edgar Schröder von der Nachricht überrascht, dass sich LANDWEHR und prosoft zusammenschließen: „Wer hätte das gedacht? Ganz ehrlich: ich nicht. Für mich ist das wahrhaftig ein Paukenschlag!“
  • Der Berater der Zeitarbeit erinnert sich an „diverse Schlagabtäusche“, die sich die Repräsentanten beider Softwarehäuser im Kampf um Kunden in den letzten Jahren geliefert haben. Gleichwohl ist er aber auch sicher: „Die Synergien aus zwei Software-Welten dürften für die Zukunft innovative Tools verheißen.“
  • In der IT-Landschaft der Zeitarbeit werde sich durch den Zusammenschluss eine unglaubliche Marktführerschaft zementieren: „Es wird sehr interessant zu beobachten sein, wie sich die Mitbewerber mit ihren Software-Lösungen dagegen behaupten“, blickt Edgar Schröder in die Zukunft

Mitten in der Corona-Krise wurde die Zeitarbeitsbranche von dieser Nachricht überrascht: „LANDWEHR und prosoft schließen sich zusammen und starten das #nextlevel.“ Wer hätte das gedacht? Ganz ehrlich: ich nicht. Für mich ist das wahrhaftig ein Paukenschlag!

Denn über viele Jahre hinweg haben sich die Repräsentanten beider Softwarehäuser im Kampf um die Kunden diverse Schlagabtausche geliefert. Die Haltungen und Einstellungen waren dabei durchaus von persönlichen Befindlichkeiten geprägt. Im Interview mit den Protagonisten des Zusammenschlusses, Marc Linkert und Denny Hölscher, trifft der arbeitsblog den Nagel auf den Kopf:

„Manche Fragen laufen auf eine klare Entweder-oder-Antwort hinaus. Schalke oder Dortmund? Pepsi oder Cola? Personaldienstleister mussten sich bei der Wahl ihrer Software lange Zeit zwischen LANDWEHR oder prosoft, zwischen L1 oder AÜOffice, entscheiden.“

Damit wird es nun bald vorbei sein. Auf die perspektivisch angestrebte neue Software-Generation werden sich die vielen Kunden beider Häuser mit Sicherheit freuen. Denn die Synergien aus zwei Software-Welten dürften für die Zukunft innovative Tools verheißen.

Eins ist aber auch klar: Der Prozess wird durchaus Zeit auf verschiedenen Ebenen erfordern. Schließlich treffen hier zwei vollkommen unterschiedliche Unternehmenskulturen und Mindsets aufeinander.

Fazit

Gelingt der Zusammenschluss wie geplant, zementiert sich in der IT-Landschaft der Zeitarbeit eine unglaubliche Marktführerschaft. Das steht fest, auch wenn es über die daraus resultierende Marktkonzentration gemessen am Gesamtumsatz derzeit keine belastbaren Zahlen gibt. Es wird sehr interessant zu beobachten sein, wie sich die Mitbewerber mit ihren Software-Lösungen dagegen behaupten. Und apropos interessant: Auch auf den zukünftigen Marktauftritt unter dem Arbeitstitel „#nextlevel“ bin ich schon sehr gespannt.


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Edgar Schröder ist Geschäftsführer der ES Edgar Schröder Unternehmensberatungsgesellschaft für Zeitarbeit mbH und ein Mann der Praxis. Seit er sein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt an der Fachhochschule der heutigen Bundesagentur für Arbeit im Jahr 1986 abgeschlossen hat, beschäftigt er sich in unterschiedlichen Funktionen und Führungspositionen mit dem Thema „Arbeitnehmerüberlassung".

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1 Kommentare
  • jürgen schäfer
    jürgen schäfer
    at 04.08.2020
    Ich bin gespannt was im Digitalen Recruiting für ein Mehrwert geschaffen wird.
    Da gibt es ja noch Salesforce mit seinen Recruitinglösungen und Bullhorn.

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